Positivität in der Schematherapie

START:
17. September 2021
DURATION:
1 Tag

INSTRUCTORS:

Hannah Hoppe
Psychologische Psychotherapeutin

„Um sich im Garten so richtig rundum wohlzufühlen, reicht es nicht aus, dort das Unkraut zu
jäten, es müssen auch schöne Blumen und Sträucher gesät werden.“
Maladaptive frühe Schemata, die auf Basis frustrierter emotionaler Grundbedürfnisse in der
Kindheit entstehen, bilden das Kernstück und den Ausgangspunkt der Schematherapie.
Lockwood & Perris (2012) wiesen erstmals darauf hin, dass die allermeisten Menschen in
ihrer Kindheit neben Bedürfnisfrustration auch Bedürfnisbefriedigung durch wichtige
Bezugspersonen erfahren haben. Aus dieser frühen Bedürfnisbefriedigung erwachsen neben
den maladaptiven Mustern auch gesunde interne Repräsentationen: die frühen adaptiven
Schemata als positive Gegenspieler der frühen maladaptiven Schemata. Adaptive und
maladaptive Schemata bahnen funktionales oder dysfunktionales Verhalten und können
zeitgleich aktiviert sein (Lockwood & Perris, 2012). Die adaptiven oder positiven Schemata
konnten als eigenständige Konstrukte in Erhebungen mit dem Young Positive Schema
Questionnaire nachgewiesen werden (Louis et al. 2018).
Fokussieren wir nun in der Schematherapie auch die frühen adaptiven Schemata,
unterstützen wir damit die Stärkung des Modus des Gesunden Erwachsenen, erleichtern
Patient*innen den Zugang zu positiven Aspekten ihres Lebens und ihrer Biographie, zu
positiven Emotionen im allgemeinen und zu positiven Gefühlen in zwischenmenschlichen
Beziehungen (einschließlich der therapeutischen Beziehung). Auch der Einstieg in
erlebnisaktivierende Methoden kann durch die Arbeit mit frühen adaptiven Schemata
erleichtert werden (Videler et al., 2020).
Hannah Hoppe und Dr. Nicole Geschwind stellen in diesem Workshop dar, wie die
innovative Verknüpfung der Schematherapie mit aktuellen Erkenntnissen aus der Positiven
Psychologie konkrete Strategien zur Arbeit mit den positiven Schemata zur Steigerung
positiver Gefühle hervorbringt.
Dr. Geschwind forscht seit einigen Jahren über den Einfluss positiver Erlebnisweisen auf die
seelische Gesundheit und die Resilienz gegenüber Depression sowie auf die Überwindung
von affektiven Störungen. In einem bisher einzigartigen Workshop werden diese
Erkenntnisse angewandt auf den Einbezug von Positivität in die Schematherapie zur
Erreichung noch höherer Wirksamkeit. Ressourcenorientierung, –aktivierung und –stärkung
tehen im Zentrum dieses spannenden und freudvollen Ansatzes.
Im Workshop wird vermittelt, wie erlebnisaktivierende, kognitive und behaviorale Methoden
der Schematherapie auf positive Schemata und funktionale Modi angewandt werden können,
„um den Garten in voller Pracht erblühen zu lassen“.

 

Details zum Workshop

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Datum: Freitag, 17.09.2021

Uhrzeit: 10.00-18.00 Uhr

Stunden: 8 Unterrichtsstunden à 45 Minuten

Fortbildungspunkte: 10

Preis: 260€

Ort: Design Offices Köln Dominium, Tunisstr. 19-23, 50667 Köln Karte anzeigen

 

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